Was ich schon immer mal sagen wollte!

oder "My daily rant :)"

Ein Konzert gegen rechts bringt genauso wenig wie der Hashtag #wirsindmehr im Profilbild.

Es ist moralischer Narzissmus, quasi die Neuauflage der Ice Bucket Challenge 2018.

Ich würde mir wünschen, dass wir wieder alle als Nation zusammenfinden und auch unterschiedliche Meinungen als Teil einer gelebten Demokratie akzeptieren und tolerieren. Im Moment stelle ich leider das Gegenteil fest: es wird pauschalisiert, draufgehauen und in Ecken gestellt. Oft bekomme ich Mails von Menschen, die sich weder im Job noch im Privatleben trauen, ihre Meinung zu sagen, weil sie Angst vor negativen Konsequenzen haben. Darum glaube ich, nichts stärkt die politischen Ränder mehr als dieses Lagerdenken und Tabuisierungen. Ich sehe auf der einen Seite Menschen, die pauschal alles Fremde ablehnen, und auf der anderen Seite Menschen, die jegliche Kritik am Islam oder der Asylpolitik als rechtsextem oder zumindest „rechtspopulistisch“ diffamieren. Beide Lager liegen falsch.

Ich habe eine Bekannte mit arabischem Migrationshintergrund, die es ohne Migration nicht gäbe. Dasselbe gilt für viele meiner Freunde. Andererseits sehe ich viele Probleme, die mit der Zuwanderung einhergehen: es kommen zu einem großen Teil Menschen, die mit einem völlig anderen Frauen- und Weltbild sozialisiert wurden, das sich eben nicht nach ein paar Sprach- und Integrationskursen ablegen lässt. In Afghanistan gilt eine Frau, die einen anderen Mann anlächelt oder ihm die Hand gibt, als „Hure“. Lässt sich ein Mensch, der mit diesem Weltbild sozialisiert wurde, in eine Gesellschaft integrieren, in der es normal ist, dass die Frauen im Bikini an den Strand gehen oder Frauen und Männer sogar gemischt saunieren? Wohl kaum.

 

Die damit einhergehenden Probleme auszuklammern oder zu tabuisieren, ist vollkommen naiv.

 

Wir müssen die Debatte differenziert führen und diejenigen knallhart sanktionieren, die unsere Werte verachten und hier Straftaten begehen. Wer beispielsweise die Gleichberechtigung oder die sexuelle Selbstbestimmung der Frau nicht respektiert, ist hier falsch. Setzt der Staat hier seine Laissez-faire-Politik fort, wird die Radikalisierung weitergehen. Zudem ist eine ungeregelte Einwanderung in die Sozialsysteme der falsche Weg. Die Asylrecht ist für eine Einwanderung nicht gedacht, sondern ein individuelles Recht auf Zeit.

Über all diese Dinge müssen wir miteinander reden und debattieren: ehrlich und mit offenem Visier. Die Debatte kann hart sein, aber wir müssen dieses Links-Rechts-Denken sein lassen. Ein Konzert gegen rechts bringt genauso wenig wie der Hashtag #wirsindmehr im Profilbild oder ein Trauermarsch… all das ist eine Instrumentalisierung nach dem Motto: „Schaut her, wie toll ich bin!“. Es ist moralischer Narzissmus, quasi die Neuauflage der Ice Bucket Challenge 2018. Reden, debattieren, diskutieren, streiten und dabei andere Meinungen tolerieren – das ist Demokratie! Ich finde traurig, dass das so viele nicht begreifen…

 

 

 

 

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