Was ich schon immer mal sagen wollte!

oder "My daily rant :)"

Ein Problem, was unsere Gesellschaft so verrohen lässt, wie wir es jetzt tagtäglich erleben!

Wie bekommt man politisch korrekt die Kurve? In dem man ganz weit ausholt.

Ich habe mein ganzes Leben Stellung gegen Nationalsozialismus und Faschismus Stellung bezogen, habe für Menschenechte gekämpft und bin bei Diskriminierung eingeschritten. Dabei habe ich mir nicht immer Freunde gemacht.

Ich habe sehr mich intensiv wissenschaftlich mit Themen wie “Faschismus“, „Sozialisation“ und „Christentum” beschäftigt. Das Christentum als Kirche in seiner absolutistischen Gangart hat das Fundament für Gehorsamkeitsfetisch, Kritikfeindlichkeit, Unmündigkeit gelegt, war eine antidemokratische Kraft, die sich auf die Sozialisation von Menschen ausgewirkt hat.

Der Faschismus ist auf Menschen gestoßen, die alle Grundlagen für Manipulierbarkeit, aber auch Wehrlosigkeit mitgebracht hatten. Die Sozialisation, eingebettet in vom Christentum besonders geprägten Haltungen gegen Frauen, gegen Homosexuelle, gegen Ungehorsam in der Familie und dem Staat gegenüber, reicht bis heute.

Diese Erziehung zielte darauf ab, dass alles, was anders ist, primär ausgegrenzt werden muss oder dem Spott preisgegeben muss. Dieser Spott und diese Zurschaustellung von Andersartigkeit zeigt eine entmenschlichende Sicht.

Dies war versteckte Fremdenfeindlichkeit, die sich aus religiöser und politischer Arroganz zu Imperialismus und Kolonialismus entwickelt hatte. Nationalismus und Militarismus sind nur eine Variante dieses Überlegenheitsdenkens.

Nach dem 2. Weltkrieg haben die Menschen nie reflektiert. Meine Generation und alle Nachkriegsgenerationen haben darunter gelitten, aber auch dagegen gekämpft.

Was ich damit sagen will: Ich kenne die Gefahren sehr genau und war nach rein menschlichem Maß tolerant und aufgeschlossen, ein harter Kampf. Irgendwann habe ich Christentum durch Islam ersetzt, weil meine Haltung kränkelte.

 

Unbehagen.

 

Als Jugendliche erklärte mir ein Muslim die Kleidung der Frauen mit Gehorsamkeitnotwendigkeit gegenüber Gott und dem Mann, der als Ehemann die wichtige Aufgabe habe, dass Allah diesen Gehorsamkeit auch erhalte. Ich habe das nie als Pauschalurteil übernommen, weil ich liberale Muslime kennen lernte.

Aber dieses Grundgerüst „Gehorsamkeit – Religion – Stellung Frau und Mann” waren mir aus meiner eigenen Erziehung mehr als bekannt und kristallisierten sich später beim Quellenstudium zum Christentum und Sozialisation auch heraus. Mir ging es dabei primär um Strukturanalysen, nie um Inhaltlichkeiten.

Viele Menschen haben es geschafft, sich aus dem Gefängnis der eigenen Sozialisation zu befreien, andere eben nicht. Ausgrenzung ist ein evolutionärer Motor im Kampf um unsere Ängste und Identität. Angst ist unser größte Feind. Glaubensfähigkeit funktioniert ähnlich: ein Mittel gegen Angst, aber auch identitätsstiftend. Beides sind Basis für Manipulationen.

Muslime haben in einer Zeit des Umbruchs (Frauenbewegung, politische Emanzipation) etwas Altes direkt wiederbelebt. Sie haben etwas wiederbelebt, was zutiefst ursächlich für unsere eigene Vergangenheit gewesen ist. Unser Grundgesetz dient als Bollwerk gegen unsere eigene Geschichte.

Als politisch und erziehungswissenschaftlich denkender Mensch war mir gerade dieser Bildungsauftrag wichtig. Auch Integrationspädagogik war kein Fremdwort in den 1990er-Jahren.

Diese Themen haben mich stets begleitet, und ich habe vor allen Dingen das Gespräch mit Frauen und Männer gesucht. Ein schleichender Prozess setzte sich im Namen der Glaubensfreiheit durch, lange bevor der Begriff “Islamismus” auftauchte. Unsere Gesellschaft, Politik und Politiker leben mit einem “Links-Rechtstrauma”. Polarisierung mit ideologische Unterbau statt Problemlösung. Die eine Seite versteckte sich hinter einer christlichen, konservativen Leitkultur von Heimat, die für junge Menschen damals nicht identitätsstiftend war.

Die andere Seite folgte dem Modernen und dem Pluralismus – eigentlich auch erstrebenswert für mich – versteckte sich aber auch hinter ideologischen Ansätzen vom Bösen – Altschulden aus unserer Geschichte oder sogar Kopien ideologischer Ausrichtungen, ohne Realitätsbezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit.

Allerdings ist niemand Schuld an der Geschichte, es sei denn er war Teil davon. Wir können Geschichte nur als Warnung heranziehen, aus Strukturen lernen. Verantwortlich sind wir für das Jetzt.

 

Die Politik hat uns aber immer wieder aus der Lebenstrealität herausgezogen.

Religionskritik, Verhaltenskritik an Muslimen wurde zu Rassismus – ausgerechnet an Orten, nämlich der Schule, wo man sinnvollerweise gelebte Migrations- und Integrationspolitik hätte machen können – erklärt und fand auch noch eine moralisierende Begründung im bösen Westen, imperialistisch, kapitalistisch, machtergreifend.

Natürlich sind Imperialismus, Machtpolitik, Rechtsradikalität, Rüstungspolitik und Krieg “böse”, aber haben mit dem Problem nichts zu tun. Natürlich gibt auch “böse” Menschen, aber das ändert nichts an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Freiheit und Gesetz dürfen nicht kulturrelativistisch oder religionsrelativistisch gesehen werden, sonst endet das im Chaos und permanenter Polarisierung sowie in Parallelwelten.

Jeder Bürger hat eigentlich die Pflicht, sich für das Grundgesetz einzusetzen, auch über den eigenen Tellerrand hinaus. Wir brauchen keine Konzerte gegen rechts . Wir brauchen ein Aufstehen gegen jede Form von Gewalt im Konsens aller Gruppierungen und gegen eine Politik, die auf den falschen Zug springt, weil sie Polarsierung fördert und das Recht auf Kritik untergräbt und in der Bildungspolitik versagt.

 

Einen Vorgeschmack haben wir vor uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

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