Was ich schon immer mal sagen wollte!

oder "My daily rant :)"

Eine Terrorzelle, die erst nach ihrer Zerschlagung einen Namen bekommt.

Das ist ein gutes Beispiel für unseren "Deep state" :-/

Als die Kripo am 4. November 2011 nach flüchtigen Bankräubern fahndete, fand sie in einem abgefackelten Wohnmobil zwei Leichen und Bündel Geld. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Kriminalfall aussah, geriet nach spektakulären Waffenfunden zur Enttarnung einer angeblichen Terrorzelle – des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds, kurz NSU. Doch wie kamen die Beweisstücke in den Caravan? Ein hoher Polizeioffizier steht im dringenden Verdacht der Tatortmanipulation. Ein Auszug aus COMPACT-Edition «NSU – Die Geheimakten»

Am 4. November 2011 wurden die gesuchten Rechtsradikalen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem Wohnmobil in Stregda bei Eisenach tot aufgefunden. Die Behörden sprachen sofort von Selbstmord, und diese Version findet sich auch in der Anklageschrift gegen Beate Zschäpe und ihre angeblichen Terror-Helfer wieder, die dem aktuellen Strafverfahren vor dem Oberlandesgericht München zugrunde liegt.

Jener Vormittag verlief zunächst ohne besondere Vorkommnisse für die Feuerwehr in Eisenach. Dies änderte sich zunächst auch nicht, als um 12:06 Uhr ein Notruf einging: Im Ortsteil Stregda brannte ein Wohnmobil. Nichts Besonderes, ein reiner Routineeinsatz. Ein Zug der Berufsfeuerwehr rückte aus, ein Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr war ebenfalls zur Stelle.

Vor Ort traf man auf zwei Polizisten und begann damit, den Schlauch auf den Caravan zu richten. Was die Einsatzkräfte nicht wussten: Vorher war aus dem Wohnmobil geschossen worden. Warum hatten die zwei Beamten die Feuerwehrleute nicht gewarnt, dass sie auch gefährdet sein könnten? «Das war eine Schweinerei», schimpfte Brandschützer Gerd Lindenlaub am 4. Juni 2015 vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages.
Die verschwundenen Fotos

Die Feuerwehrmänner sollten Licht in eines der mysteriösesten Kapitel einer der größten Mordserien in der Geschichte der Bundesrepublik bringen. Man darf nie vergessen: Bis zu jenem Einsatz vor knapp vier Jahren kannte die Öffentlichkeit das Kürzel NSU gar nicht. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe, die seither als einzige oder zumindest als wichtigste Mitglieder dieser Gruppe gelten, waren bis dahin nur wegen kleineren Neonazi-Delikten in den 1990er Jahren gesucht worden. Dass sie mit den zehn Morden, die ihnen heute zur Last gelegt werden, etwas zu tun haben sollen, war völlig unbekannt. All dies sollte sich erst mit diesem 4. November 2011 ändern.

Kehren wir also zu jenem Brand und dem Ärger der Feuerwehrleute zurück: Zunächst schickte man sie ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen zum Spritzen, obwohl zuvor angeblich aus dem Caravan geschossen worden war. Kaum war das Feuer aber eingedämmt und die Tür aufgestemmt, kam die gegenteilige Order. «Ein Polizeibeamter sagte uns, (…) wir dürften nicht weiter löschen, um keine Spuren zu verwischen», gab Feuerwehr-Einsatzchef Frank Nennstiel vor dem Ausschuss zu Protokoll. Das kam ihm komisch vor, denn zur üblichen Einsatzroutine gehört das Bergen von Opfern. Warum sollte plötzlich die Spurensicherung wichtiger als die Rettung von Menschenleben sein? «Ich hatte den Eindruck, die Polizisten wussten schon vorher, dass die Personen im Fahrzeug tot sind», sagte Nennstiel vor dem Untersuchungsausschuss. Die scheinbar gegensätzlichen Anordnungen folgten also einer gemeinsamen Logik: Die Polizei ließ die Feuerwehrleute zuerst an den Caravan heran, dann aber nicht hinein – in beiden Fällen, weil sie wusste, dass die drinnen nicht mehr lebten.

Preisfrage: Woher?

 

Einsatzchef Nennstiel ließ sich trotzdem nicht davon abhalten, das Brandwrack zu betreten. Er ging als erster rein und schoss eine halbe Minute lang im Innenraum Fotos, nach eigenen Angaben drückte er vier bis sechs Mal auf den Auslöser. Plötzlich stand Polizeieinsatzleiter Michael Menzel hinter ihm und verlangte die Herausgabe der Aufnahmen. Der Feuerwehrmann weigerte sich und verwies auf seine Vorschriften, die stets eine fotografische Einsatzdokumentation verlangten. «Die Polizei hätte sich eine Kopie ziehen können oder einfach auf dem Standardweg ein Aushilfeersuchen stellen können, über die Amtsebene. Die Bilder wären dann genauso zur Verfügung gestellt worden», wunderte sich Nennstiel. Doch der Polizeioffizier ließ nicht locker und wurde heftig – eine geschlagene Stunde stritten die beiden vor dem immer noch kokelnden Caravan. Schließlich gab Nennstiel nach, Menzel sackte die Kamera samt Speicherchip ein. Das Unglaubliche: Seither sind die Fotos verschwunden. Die Polizei gab der Feuerwehr eine leere Speicherkarte zurück. Kein Richter und kein Untersuchungsausschussmitglied hat die Bilder jemals zu Gesicht bekommen. Im Klartext: Beweismittelvernichtung.
Das Corpus Delicti

Warum war der Polizeioffizier so scharf auf diese Fotos? Vermutlich, weil sie das ganze NSU-Konstrukt, das BRD-Justiz und Staatsmedien mühsam und windschief gezimmert haben, zum Einsturz bringen könnten. Auf diesen Fotos müsste nämlich genau zu sehen sein, welche Waffen im Innenraum des Caravans waren – und welche nicht. Dabei geht es zum einen um die Pumpgun, mit der Mundlos zuerst Böhnhardt und dann sich selbst erschossen haben soll – eine Version, an der es profunde kriminaltechnische und forensische Zweifel gibt.

Noch wichtiger aber ist eine Pistole, die Menzel nach eigenen Angaben sofort ins Auge gefallen ist – eine Heckler & Koch HK P2000. Erst mit dieser Waffe wurde der Leichenfund in Eisenach nämlich zum Beginn der NSU-Story: Menzel will erkannt haben, dass dies eine Polizeiwaffe war; er habe dann sofort ihre Identifizierung eingeleitet. Binnen Kürze stellte sich heraus, dass es sich um die Dienstpistole von Michèle Kiesewetter handelte – jener Beamtin, die am 25. April 2007 in Heilbronn ermordet worden war. Bis dahin hatten die schwäbischen Kollegen keine heiße Spur – aber mit Menzels Fund ließ sich das Gewaltverbrechen den Toten in Eisenach zuordnen. Was aber, wenn ein Foto aus dem Caravan auftauchen würde, auf dem dieses Corpus Delicti fehlt? Nennstiel wurde vor dem Ausschuss gefragt, ob er eine Pistole in der Kochnische des Caravan gesehen habe. Seine Antwort dementiert die Aussage von Menzel: «Ne, ich habe nix gesehen von Waffen.» Aber die Fotos, die seine Erinnerung bestätigen könnten, sind dank Menzel verschwunden… Dafür gibt es andere Fotos aus dem Caravan, aufgenommen mehrere Stunden später, nachdem das Gefährt schon vom Tatort abgeschleppt und in der Halle eines privaten Fuhrunternehmers geparkt worden war. Darauf haben die Leichen eine völlig andere Position als von den Feuerwehrleuten angegeben (Kunststück: durch den Transport war alles durcheinandergepurzelt) – und auch die Hecker & Koch ist drauf. Könnte man da nicht auf den Gedanken kommen, dass sie erst nachträglich platziert wurde?

 

 

 

 

 

 

 

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