Was ich schon immer mal sagen wollte!

oder "My daily rant :)"

Es liegt eindeutig an der Verblödung unserer Jugend!

und daran das hier zu viele Muslime leben die ihre Kinder streng gläubig erziehen!

Ich kapiere nicht, warum viele Jugendliche den Salafismus und überhaupt den radikalen Islam so dermaßen toll finden. In meiner Jugend in den 90ern war das alles komplett anders: es gab keine frauenfeindlichen Gangster-Rapper, keine verschleierten Frauen und überhaupt lehnten wir alles Konservative, Unlockere und Strenge komplett ab. Eine Ideologie wie der politische Islam hätte sich damals nie auch nur ansatzweise durchsetzen können – wir hätten seine Anhänger vermutlich ausgelacht. Heute ist es leider für nicht wenige cool, Frauen in "Ehrbare" und "Schlampen" einzuteilen, "kanackisch" zu sprechen und alles, was jahrelang normal war, als "haram" zu brandmarken. Ahmad Mansour schreibt in seinem Buch "Generation Allah" exakt darüber. Der politische Islam bzw. der Salafismus bekommen immer mehr Zuspruch – auch weil der Staat bis heute mit den konservativen Islamverbänden zusammenarbeitet. Auch wenn es leider noch viel zu viele Verharmloser gibt, sind Leute, die dagegen aufstehen, umso wichtiger. Die Lehrerin Birgit Ebel erlebt, wie Salafisten im Raum Bielefeld intensiv um ihre SchülerInnen werben. Mit der Initiative "extremdagegen" leistet sie Widerstand.

 

Eine Lehrerin wehrt sich gegen Salafisten

Die Lehrerin Birgit Ebel (5. v. li.) erlebt, wie Salafisten im Raum Bielefeld intensiv um ihre SchülerInnen werben. Mit der Initiative "extremdagegen" leistet sie Widerstand. Denn: "Sind PädagogInnen nicht besonders gefordert, den oft ahnungslosen Jugendlichen und hilflosen Eltern beizustehen?"

Ich bin Lehrerin für Deutsch und Geschichte in Herford und wohne in Bielefeld. Im Sommer des Jahres 2014 gründete ich mit einigen erwachsenen MitstreiterInnen die Präventionsinitiative „extremdagegen!“. Auf das Radikalisierungsproblem war ich aufmerksam geworden, nachdem sich ein 15-jähriger Junge in meinen Unterricht hineingemogelte hatte. Abends entdeckte ich ihn im Internet: Er posierte mit einer Kalaschnikow und verlinkte zu islamistischen Gruppen. Wenig später gingen in Herford radikale Salafisten mitten am Tag mit Messern auf einen jesidischen Wirt und seine Gäste los.

Seither ließ mich das Thema nicht mehr los. Ich finde, dass gerade wir PädagogInnen an Schulen besonders gefordert sind, die oft völlig ahnungslosen Jugendlichen aufzuklären sowie den betroffenen und oft hilflosen Eltern beizustehen. Ich war erstaunt, wie bekannt meinen SchülerInnen das Phänomen des Salafismus war, dass die meisten sogar irgendeinen Radikalen kannten. Mit Erwachsenen und ihren Eltern sprachen sie jedoch kaum darüber (viele befürchteten Ausgeh- und Handyverbote).

Anhänger der salafistischen Sekte „Die wahre Religion“ haben 2011 in der Herforder Innenstadt an Infoständen im Rahmen der „Lies!“-Kampagne begonnen, kostenlose Korane in verschiedenen Sprachen zu verteilen. Mittlerweile wurden diese Infostände nach Bielefeld verlagert. Meist sind es Jugendliche zwischen Schule und Beruf, die Korane verteilen. Sie sind hier in Deutschland aufgewachsen, haben hiesige Schulen besucht, oft verehren sie Hassprediger wie Ibrahim Abou Nagie, Pierre Vogel oder Sven Lau. Einige haben deutsche Mütter, die Muslime geheiratet haben und selbst konvertierten. Andere waren zuvor überhaupt nicht nennenswert religiös.

Innerhalb von zwei, drei Stunden kassieren diese „Lies!“-Salafisten für ihre Selfies auf der Facebook-Seite „Die wahre Religion“ hundert und mehr Likes. Diese Sekte wendet sich ganz bewusst an nicht-muslimische, ahnungslose Jugendliche und hat damit auch erschreckende Erfolge. Alleine aus Herford (65.000 EinwohnerInnen) sind sechs junge Männer im Alter zwischen 21 bis 30, mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft, die zumeist hiesige Berufskollegs besuchten, unterschiedlichen Glaubens oder nicht-religiös waren, radikalisiert worden und haben sich den IS-Terroristen angeschlossen.

Junge und ältere Islamisten werben im Sport, insbesondere im MMA-Boxsport in Einkaufzonen, Hinterhofmoscheen, über Grill- und Familienfeste von Tarnorganisationen und im Internet um AnhängerInnen beiderlei Geschlechts. Auch junge Frauen sind Anwerberinnen. In der Herforder City laufen auch drei bis vier junge Frauen in bodenlangen schwarzen Gewändern mit Niqab herum. Das sind keine eingewanderten Flüchtlingsfrauen, nein, es sollen alles Konvertitinnen sein, die mit Salafisten verheiratet sind.

Viele Menschen durchschauen überhaupt nicht, dass sie es hier mit einer brandgefährlichen Sekte zu tun haben. Die meisten Erwachsenen laufen desinteressiert an ihnen vorbei – aber die Jugendlichen zeigen sich leider oft interessiert. Und bisher werden diese Jungsalafisten bei ihrem Werben um neue AnhängerInnen hier noch von keiner Seite eingeschränkt.

Prävention ist also immens wichtig! Auch wenn wir von „extremdagegen!“ manchen VerharmloserInnen ein Dorn im Auge sind und wir durchaus erlebt haben, dass unsere ehrenamtliche Arbeit regelrecht behindert wird, kann sich unsere Bilanz sehen lassen. Mit vielen Jugendlichen und immer neuem Nachwuchs entwerfen wir Präventions-Projekte, machen Aktionen, organisieren Veranstaltungen. Wir treffen uns meistens außerschulisch in der „Rockakademie-OWL“ in Herford, da wir bewusst unabhängig sein wollen. Dort haben wir auch einen Rapsong mit Musikvideo produziert: „Da hilft nur Widerstand!“ (auf YouTube).

In Florida trafen einige von uns mit Zeitzeugen des islamistischen 9/11-Anschlags auf das World Trade Center zusammen. TV-Sender – vom WDR bis zum russischen Sender Rossija 24 – berichteten über uns. Im Juli 2016 besuchten wir mit einem Dutzend Aktiven den Islamismusexperten Ahmad Mansour und das Projekt „Heroes“ in Berlin. Im September luden wir die jesidische Filmemacherin Düzen Tekkal nach Herford ein, die ihren Film "Háwar – Meine Reise in den Genozid" zeigte, und diskutierten mit dem Ex-Salafisten Dominic Schmitz in Gütersloh. Im November war ich vom Deutschen Goethe-Institut nach Kairo zu einer Konferenz eingeladen, um als Expertin mit Praxiserfahrung in Prävention einen Workshop durchzuführen. Und nicht nur heute, am "Welttag gegen Rassismus" sagen wir Nein! – Hayir! Na! Jo! No! Laa! Ne! Non! Hi! Her! – gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus, Extremismus, Islamismus und Antisemitismus, auch an allen anderen Tagen!

Kurzum: Wir sind mittlerweile ein breites Bündnis von Aktiven aus allen gesellschaftlichen und pädagogischen Handlungsfeldern und – das ist unsere Stärke – bei uns engagieren sich viele junge Frauen und Männer zwischen 16 und 25. Wir wollen nicht nächstes oder übernächstes Jahr handeln, sondern jetzt! Abwarten ist keine Option.

 

Es liegt eindeutig an der Verblödung unserer Jugend und daran das hier zu viele Muslime leben die ihre Kinder streng gläubig erziehen! Wenn alle deine Freunde streng gläubig sind musst du dir halt was einfallen lassen um dazuzugehören und auch da kommt die hohe Geburtenrate der Muslime ins Spiel! Haben unsere Kinder, wenn sie nicht täglich dresche kriegen wollen, überhaupt noch eine Wahl?

 

 

 

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