Was ich schon immer mal sagen wollte!

oder "My daily rant :)"

Ich habe noch nie verstanden, warum vor Gericht Sozialisation sogar strafmildernd sein kann.

Wenn man solche Fakten teilt wird man von Bekannten als rechts beschuldigt.

„Boris Novak, 39, Polizei Berlin, Kommissar, 17 Dienstjahre: „Vor einiger Zeit bin ich in einem Einsatz einmal schwer verletzt worden. Wir wollten eine Schlägerei bei einer Beschneidungsfeier beenden. Da zog ein Mann mir zwei Stühle über den Kopf. Meine Halswirbelsäule hat schwer gelitten, ich war ein halbes Jahr lang krankgeschrieben. (…)

Migranten bereiten uns besondere Probleme. Auf der Straße habe ich in 60 bis 70 Prozent der Fälle mit ihnen zu tun. Viele Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis akzeptieren keine Frauen in Uniform, reden gar nicht mit ihnen. Sie nehmen uns oft nicht ernst, weil wir sie nicht härter anfassen. Aber das kollidiert mit unserem Rechtsverständnis. (…)

Was mich stört, ist die zunehmende politische Korrektheit, die ich erlebe. Einmal meldete sich eine Frau, die einen sexuellen Übergriff auf der Treppe zur U-Bahnstation anzeigte. Als ich sie fragte, welche Hautfarbe der Verdächtige habe, sagte sie nur: So etwas dürfe ich nicht fragen, das spiele keine Rolle. Da war ich baff.

Vor einer Moschee habe ich einmal eine Schlägerei aufgenommen. Es war eine Gruppe von Menschen mit ägyptischem Migrationshintergrund. Die fünf Täter allerdings hatten einen deutschen Pass, das Opfer einen ägyptischen. Da bekam ich in der Dienststelle den Hinweis, ich müsse den Vorfall dem Staatsschutz melden. Es könne ein rassistisches Motiv geben, weil die Täter ja Deutsche gewesen seien.“

Tania Kambouri, 35, Polizei Bochum, Oberkommissarin, 15 Dienstjahre: “Notruf einer Polizistin”: „Nach meiner Wahrnehmung werden die, die uns Polizisten die meisten Probleme machen, immer mehr. Und das sind vor allem junge Männer mit Migrationshintergrund oder Migranten aus Afrika oder dem Nahen Osten. Auf den Straßen im Ruhrgebiet ist es inzwischen so unsicher wie noch nie in meinem Leben. Ich hatte das Gefühl, ich müsse die Öffentlichkeit darüber aufklären, deswegen habe ich das Buch “Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin” (Piper Verlag) geschrieben. (…)

Mein Eindruck ist, dass gerade diese Männer uns nicht ernst nehmen, dass sie uns für Vertreter eines schwachen Staates halten, dem sie in vielerlei Hinsicht auf der Nase herumtanzen können – ohne dass ihnen etwas geschieht. Als Polizistin muss ich mir von diesen Typen häufig anhören: “Du bist eine Frau. Mit dir reden wir nicht.”

Andere meinen wiederum wegen meines Migrationshintergrunds müsste ich auf ihrer Seite sein, sie beschimpfen mich, weil ich mich für “Kartoffeln” – also die Deutschen – entschieden hätte und die Migranten damit verraten würde.“ (…)

Dirk Baier, Kriminologe: „Die Statistiken zeigen, dass Ausländer im Vergleich häufiger gewalttätig werden als Deutsche. Und wir haben uns in einer Studie mit der Kriminalitätsentwicklung in Niedersachsen von 2014 bis 2016 beschäftigt. In dieser Zeitspanne gab es einen Anstieg der bis dato lange rückläufigen Gewaltkriminalität. Dafür sind ausschließlich Flüchtlinge verantwortlich. Das ist Fakt.“

 

Zuwanderung und Kriminalität

So schätzen Polizisten die Sicherheitslage ein

 

Polizisten mit Verdächtigem. (Foto: Spiegel)

 

Polizisten erzählen, dass junge Männer mit Migrationshintergrund besonders respektlos und aggressiv seien. Stimmt das? Lesen Sie hier ihre Protokolle und die Einschätzung zweier Kriminologen.

Deutschland arbeitet sich seit Jahren an einer Frage ab: Wird das Land unsicherer? Und falls das so ist: warum? Wir haben uns auf SPIEGEL ONLINE und im SPIEGEL in vielen Artikeln mit dem Thema befasst. Wir haben immer wieder Ermittler, Staatsanwälte, Geheimdienstler, Ministerialbeamte und Kriminologen befragt, wir haben Statistiken ausgewertet, mit Opfern, Psychologen, Politikern und Sicherheitsexperten gesprochen, wir hatten Kontakt zu Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern.

Entstanden ist dabei über die Jahre ein diffuses Bild der Kriminalitätsbelastung, in dem es wenige absolute Gewissheiten gibt außer vielleicht der, dass junge Männer in prekären Lebenslagen häufiger straffällig werden als andere Menschen.

Die Wirklichkeit setzt sich zwar zusammen zu einem großen Ganzen, besteht aber aus vielen Puzzleteilen – und ist daher manchmal besser im Kleinen einzufangen. Daher wollten wir wissen, wie diejenigen, die tagtäglich mit Kriminalität zu tun haben, die Sicherheitslage im Jahr 2018 wahrnehmen.

Wir haben Polizisten gefragt: Verändert sich das Land? Wird es unsicherer, wie viele meinen, und wenn ja: woran liegt das? Und wie wirkt sich das auf den Job der Beamten aus?

Es ist nicht leicht, Polizisten zu finden, die darüber sprechen wollen. Es ist sogar viel schwieriger, als es in der Vergangenheit war: Viele scheuen die Öffentlichkeit, fürchten Nachteile in ihren Dienststellen. Einige waren nur bereit, anonyme Aussagen zu machen, andere wiederum schützt, dass sie sich wegen ihres gewerkschaftlichen Engagements öffentlich äußern dürfen. Hier sind sechs Einschätzungen – von der Schutz-, über die Kriminal- bis hin zur Bundespolizei.

 

Boris Novak, Streifenpolizist in Berlin-Tempelhof
Boris Novak, 39, Polizei Berlin, Kommissar, 17 Dienstjahre: “Wir brauchten zwei Polizeihunde, um die Lage zu beruhigen”

 

Ich fahre Streifenwagen im Bezirk Tempelhof, Frühschicht, Spätschicht, Nachtschicht, immer in diesem Rhythmus. Es ist körperlich sehr anstrengend. Hinzu kommt, dass die Leute immer aggressiver werden. Und respektloser.

Vor einiger Zeit bin ich in einem Einsatz einmal schwer verletzt worden. Wir wollten eine Schlägerei bei einer Beschneidungsfeier beenden. Da zog ein Mann mir zwei Stühle über den Kopf. Meine Halswirbelsäule hat schwer gelitten, ich war ein halbes Jahr lang krankgeschrieben.

Neulich wollten Kollegen mehrere Wagen aufschreiben, die auf dem Fahrradstreifen parkten. Die Halter saßen in einer Shisha-Bar gegenüber. Im Nu flogen Eier aus dem Lokal, eine Gruppe von 15 bis 20 Männern umringte die Kollegen. Beide zogen sich in ihren Streifenwagen zurück und holten Verstärkung, ich kam auch hinzu. Wir brauchten zwei Polizeihunde, um die Lage zu beruhigen.

Migranten bereiten uns besondere Probleme. Auf der Straße habe ich in 60 bis 70 Prozent der Fälle mit ihnen zu tun. Viele Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis akzeptieren keine Frauen in Uniform, reden gar nicht mit ihnen. Sie nehmen uns oft nicht ernst, weil wir sie nicht härter anfassen. Aber das kollidiert mit unserem Rechtsverständnis.

In meinem Bezirk liegt der ehemalige Flughafen Tempelhof. Dort wurde 2015 eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet, zeitweise hatten wir dort ständig Einsätze. Drogen, sexuelle Übergriffe, Schlägereien. Es hatte auch damit zu tun, dass die Flüchtlinge dort unter unmenschlichen Bedingungen leben mussten, acht Personen auf 16 Quadratmetern.

Hier offenbarte sich die aufgrund jahrelanger Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst entstandene Berliner Verwaltungskrise in vollem Maße. Ohne das Engagement vieler Ehrenämtler wäre die Lage zu diesem Zeitpunkt noch prekärer gewesen. Heute sind Asylsuchende auf Container verteilt und bereiten uns keine besonderen Probleme mehr.

Was mich stört, ist die zunehmende politische Korrektheit, die ich erlebe. Einmal meldete sich eine Frau, die einen sexuellen Übergriff auf der Treppe zur U-Bahnstation anzeigte. Als ich sie fragte, welche Hautfarbe der Verdächtige habe, sagte sie nur: So etwas dürfe ich nicht fragen, das spiele keine Rolle. Da war ich baff.

Vor einer Moschee habe ich einmal eine Schlägerei aufgenommen. Es war eine Gruppe von Menschen mit ägyptischem Migrationshintergrund. Die fünf Täter allerdings hatten einen deutschen Pass, das Opfer einen ägyptischen. Da bekam ich in der Dienststelle den Hinweis, ich müsse den Vorfall dem Staatsschutz melden. Es könne ein rassistisches Motiv geben, weil die Täter ja Deutsche gewesen seien.

Boris Novak ist Vizechef der Deutschen Polizei-Gewerkschaft in Berlin.

 

 

 

 

 

 

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