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Ja hier in Deutschland versteht man so einiges nicht mehr!

Das Vertrauen an Staat und Medien habe ich schon lange verloren

Ein sehr gutes Beispiel, wie seitens der medialen Öffentlichkeit mit zweierlei Maß gemessen wird, will ich euch nicht vorenthalten. Wir können uns alle noch an Chemnitz erinnern: Hetzjagden gab es keine, zumindest – und darauf können wir uns einigen – wurde glücklicherweise niemand körperlich verletzt. Dennoch gab es über mehrere Tage eine überregionale Berichterstattung, es gab sogar ein Gratiskonzert gegen „rechte Hetze“. (Und das, obwohl ja eigentlich mehrere Asylbewerber einen Deutschen erstochen und zwei weitere schwer verletzt haben, aber das ist eine andere Geschichte.)

In Villingen-Schwenningen machte eine mindestens zehnköpfige Gruppe Asylsuchender dagegen tatsächlich Jagd auf Menschen: sie griffen andere an (darunter auch Frauen), schlugen sie krankenhausreif und machten nicht mal Halt, als die Opfer bereits am Boden lagen. Wenn es in Deutschland in den letzten Tagen eine Menschenjagd gab, dann war das eine. Überregionale Berichterstattung gab es keine. Lediglich eine kleine regionale Zeitung hat von dem Vorfall berichtet.

Entscheidend für den Umfang der Berichterstattung ist

Gewaltverherrlichende und drogenverherrlichende Musik als Zeichen gegen rechte Gewalt

Ist es etwa ein Wunder, dass als Reaktion auf die jahrelange Radikalisierung der Rechten sich jetzt auch die Linke radikalisiert?

Die politische Linke, die ich bisher immer für die “anständigere” Seite gehalten habe, wird langsam irre. Eine polit-ideologische Kernschmelze. Man hält all die Widersprüche zum eigenen Weltbild nicht mehr aus und fängt an, sich eine eigene Realität aufzubauen und nutzt dazu ganz ungeniert den ÖRR, Staatsämter, öffentliche Mittel…:

Der Bundespräsident wirbt für eine linksradikale Band, die Gewalt gegen Polizisten verherrlicht. Die Tagesschau hat Hitler-Hooligans in die AfD-Demo geschnitten. Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft und führende Journalisten sagen mittlerweile, dass es keine Hetzjagden gab. Kurz bevor die AfD in manchen Bundesländern stärkste Kraft wird, soll sie plötzlich vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Auf dem vom Bundespräsidenten beworbenen #Wirsindmehr Konzert singt die Band K.I.Z. “Ich ramm’ die Messerklinge in die Journalisten-Fresse” (Man stelle sich die Reaktionen vor, hätte das jemand auf einer AfD-Demo gesungen):

“Ich mach Mousse aus deiner Fresse
Boom verrecke
Wenn ich den Polenböller in deine Kapuze stecke
Die halbe Schule war quersc [...]

Man kann sich nur noch schämen und voller Angst in die Zukunft blicken!

Alles nur noch enttäuschend und traurig in Deutschland!

Sehr guter Kommentar in der NZZ zu Chemnitz, den ich voll unterschreibe: „Frank-Walter Steinmeier ist ein besonnener Mann, aber mit seiner Werbung für ein Konzert an diesem Montag in Chemnitz hat der Bundespräsident einen Fehler begangen. Am Freitagabend hat der Sozialdemokrat auf seiner offiziellen Facebook-Seite die Einladung zur Veranstaltung «Wir sind mehr» verbreitet. Bei dem kostenlosen Konzert treten von 17 Uhr an mehrere Bands auf, darunter die Toten Hosen. Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob es angemessen ist, auf die Demonstrationen der vergangenen Woche mit einem Freiluftfestival zu reagieren. Immerhin war deren Auslöser der gewaltsame Tod eines Menschen. Instinktlos ist die Werbung des Staatsoberhaupts vor allem wegen der Teilnahme der Band Feine Sahne Fischfilet.

Es gehe dem Bundespräsidenten darum, «Menschen zu ermutigen, die nach den aufwühlenden Ereignissen von Chemnitz für das Miteinander eintreten wollen und klar Stellung beziehen möchten gegen Fremdenhass und Gewalt», sagte eine Sprecherin Steinmeiers der «Welt». An der Begründung gibt es grundsätzlich

Wir dürfen niemals alle blind, nur wegen ihres Aussehens, in einen Topf werfen.

Denkt an Nesrin und all die anderen, die auf unserer Seite stehen und mittlerweile zu uns gehören.

„Nun taucht eine Fünfte auf: Nesrin, 44. Sie ist Türkin und muss keine Angst haben, in die Nazi-Ecke geschoben zu werden. Sie heißt also tatsächlich Nesrin und lebt seit 17 Jahren in Chemnitz, glücklich verheiratet mit einem Deutschen und Mutter von zwei Töchtern. Von Syrern wird Nesrin schon mal als „Judenhure“ beschimpft, wenn sie Hand in Hand mit ihrem Mann durch die Innenstadt schlendert.

Nesrins Tochter wurde im Juli im Freibad „Gablenzer Bad“ von zwei Syrern massiv sexuell belästigt, bis Security-Leute zur Hilfe eilten. Die patrouillieren neuerdings den ganzen Sommer über in dem Freibad. Die Polizei, heißt es, es, wolle das Problem stärker „im Auge behalten“.

Auch Nesrin ist wütend. Auf Flüchtlinge, aber vor allem auf die Deutschen. „Ihr Deutschen seid echte Weicheier”, sagt sie. „Ihr habt so große Angst, als Nazis da zu stehen, dass ihr euch alles gefallen lasst. Eure Polizei ist viel zu schwach.“

Manchmal wird auch Nesrin für einen Flüchtling gehalten.

Linksextremismus ist in diesem Land nur leider fast schon salonfähig!

Ich kann nicht verstehen, wie manche Menschen da mit zweierlei Maß messen können zwischen links und rechts.

Jeder kann zum “Konzert gegen rechts” in Chemnitz stehen wie er will. Ich halte es für eine geschmacklose PR-Aktion. Für jeden Demokraten sollte es aber ein unfassbarer Skandal sein, dass dort die Band “Feine Sahne Fischfilet” auftritt. Eine Band, die vom OVG Mecklenburg-Vorpommern als “linksextremistisch” eingestuft wurde, die sich gegen die demokratische Grundordnung richtet. Wer mit solchen Leuten ein Konzert veranstaltet, der bietet grob fahrlässig Hass, Gewalt und Extremismus eine Bühne, wie dieses Zitat aus dem Song “Staatsgewalt” belegt:

“Wir stellen uns in einem Trupp zusammen
Und schicken den Mob dann auf euch rauf!
Die Bullenhelme, die sollen fliegen
Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein!”

Ein offener Aufruf zu Gewalt gegen Polizisten und Selbstjustiz, eine klare Verherrlichung von brutaler Gewalt und Jagd auf Menschen – propagiert von: “Feine Sahne Fischfilet”. Das muss man sich mal vorstellen: Genau das, wogegen dieses Konzert eigentlich eine Zeichen setzen soll, wird von

Wenn ihr dreckiges rassistisches Pack euer Land wirklich lieben würdet!

Ihr typischen braunen Glatzen seid genauso primitiv wie ein Islamist oder ein militanter Antifa Hooligen...

In Chemnitz zeigt sich en miniature dasselbe Problem, das der AfD anhaftet: Ein seit Jahrzehnten als Randerscheinung existierender, von der aktuellen Migrantenkrise völlig unabhängiger rechtsradikaler Saum wittert Morgenluft, hängt sich an den wachsenden Protest der normalbürgerlichen Kräfte als Trittbrettfahrer, zieht natürlich die gesamte Aufmerksamkeit der Medien und empörten „Weiter-so“-Politiker auf sich und desavouiert so den dringend nötigen, absolut legitimen Widerstand der Mitte. Im einen Fall ist es eine Minderheit von Glatzen, echten Neonazis und erwiesenen Fremdenfeinden, die zivile Kundgebungen kapern; im anderen Fall sind es einige wenige völkische Extremisten, die das Außenbild einer ganzen Partei prägen.

Dieser Effekt verhindert derzeit, dass die AfD nicht längst schon bei 30 Prozent steht. Vor allem aber hält er zuverlässig immer mehr unpolitische, völlig friedfertige Durchschnittsdeutsche davon ab, ihre Sorgen und Ängste auszudrücken, um bloß nicht mit den allgegenwärtigen Rechtspopulisten vergesellschaftet zu werden. Die gesamte Berichterstattung über Chemnitz sendet erneut die fatale Botschaft aus: Wer über die anhaltende Perversion

Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen…

...wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht.
Berichterstattung wie zum Ende der DDR Ära

 

Schwerpunkt der medialen Berichterstattung in Sachen #Chemnitz, wo auf dem dortigen Stadtfest ein Familienvater von einem Iraker und einem Syrer mit mehreren Messerstichen getötet und zwei weitere Männer verletzt wurden, ist nicht die Tat selber, sondern in diesem Zusammenhang auftretender #Rechtsextremismus. Dass es diesen gibt, steht außer Frage, und das ist selbstverständlich auch aufs Schärfste zu verurteilen. So hatte beispielsweise eine rechte Gruppierung zu Protesten aufgerufen.

Doch versuchen wir mal, das Ganze unaufgeregt einzuordnen: Ein Schwerpunkt der Berichterstattung war, dass es regelrechte Hetzjagden auf Migranten gegeben habe. Gab es diese wirklich, und wenn ja, gab es sie in einem solchen Umfang, der Sonderberichte rechtfertigt, die die Bluttat selbst in den Schatten stellen?

Aus einem Augenzeugenbericht der „Freien Presse Chemnitz“ (siehe Screenshot) geht hervor, dass es vereinzelt wohl tatsächlich zu Verfolgungen durch einzelne Faschos gekommen sei, doch zum Glück gelang es in keinem Fall, die Opfer einzuholen. Ein

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