Was ich schon immer mal sagen wollte!

oder "My daily rant :)"

Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun :-/

Die haben offensichtlich keine Ahnung bei wem sie da mitgelaufen sind und was sie damit anrichten.

Der Zustand unseres Landes erklärt in einem Bild.

 

Das vorweg: ich will den beiden Damen nichts Böses – im Gegenteil; ich möchte sie auch nicht an den Pranger stellen und auch nicht einen bösen Kommentar über sie lesen. Denn grundsätzlich finde ich sehr gut, wenn Menschen gegen Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße gehen. Solche Frauen finden sich auch in meinem Freunden- und Bekanntenkreis: sie treten ein für eine grenzenlose Welt, für die grenzenlose Liebe und für Ideale, die ich – der selbst bereits gegen die NPD auf der Straße war und der sich immer eher im linksliberalen Spektrum verortet hat – sogar sehr sympathisch finde und ein Stück weit nachvollziehen kann. Problematisch ist die Tatsache, dass diese Menschen davon ausgehen, dass die ganze Welt so oder so ähnlich tickt wie sie bzw. wie wir: dass sie einfach nicht begreifen können, dass es neben bösen deutschen Nazis und Rassisten auch anderswo Extremisten, Sexisten und Gegner unserer Lebensweise gibt. Ein paar dieser Feinde einer offenen Gesellschaft sind gestern ebenfalls bei #unteilbar mitgelaufen: Ein Erstunterzeichner ist der Zentralrat der Muslime, zu dem als Mitgliedsorgani­sation die ATIB gehört, die dem Verfassungsschutz zufolge den rechtsextremen, türkisch-nationalistischen Grauen Wölfen nahe steht.

Im Zentralrat der Muslime ist neben der ATIB auch die Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD) Mitglied, die sogar zu dessen Gründungsmitgliedern gehört. Die IGD gilt als deutscher Ableger der Muslimbruderschaft, also der einflussreichsten sunnitisch-islamistischen Bewegung im Nahen Osten. Auch der Berliner Verein Inssan e.V., der ebenfalls den Aufruf unterzeichnet hat, steht ideologisch und personell der islamis­tischen Muslimbruderschaft nahe. Die Muslimbruderschaft kooperierte während des Zweiten Weltkriegs sogar mit der NSDAP. Zum Zentralrat der Muslime gehört auch das Islamische Zentrum Hamburg, das vom Verfassungsschutz beobachtet und als Filiale des schiitisch-islamis­tischen iranischen Terror-Regimes, das Frauen unter den Hijab zwingt, eingeschätzt wird.

Es gibt unter den Erstunterzeichnern noch weitere Gruppen und Personen, die Verbindungen in antidemokratische, autoritäre, frauenfeindliche und antisemitische Milieus haben. Die Autorin Kübra Gümüşay, ebenfalls Erstunterzeichnerin, trat 2016 auf einer Veranstaltung der Organisation Milli Görüş auf. Bei Milli Görüş handelt es sich um eine türkisch-islamistische Organi­sation, der bereits gerichtlich Gegnerschaft zur bürgerlich-demokratischen Ordnung und ein antisemitischer ­Charakter bescheinigt wurden und die den Hijab für Frauen fordert. 2013 bekundete Gümüşay auf Twitter Zustimmung zur autoritären und antidemokratischen türkischen Regierungspartei AKP: „Ich sehe zurzeit keine Alternative zur AKP in der Türkei.“

Ein weiterer Unterzeichner des Aufrufs ist der Berliner Imam Mohamed Taha Sabri. Er ließ in der Vergangenheit bekannte islamistische und sogar IS-nahe Prediger auftreten, einer davon aus dem Umfeld der Terrororganisation Hamas, und zeigte öffentlich die so genannte Rabia-Geste, ein Erkennungszeichen der Muslimbruderschaft. Er nahm wiederholt an Veranstaltungen der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland teil, die von mehreren Verfassungsschutzämtern als deutscher Ableger der Terrororganisation Hamas eingestuft wird.

Eine freie und offene Gesellschaft gäbe es mit diesen Gruppen schlicht nicht. Sie ist eine Farce, ein Traum meiner Smoothie trinkenden und Chiasamen essenden Malte-Thorben-Generation, in der Linkssein hip ist und in der man nur dann links ist, wenn man gegen das deutsche Rechts ist. Über Sexismus und Extremismus aus dem Ausland – genauer aus dem Orient – wird gerne hinweggesehen. Die beiden jungen Frauen würden schon aufgrund ihrer (normalen sommerlichen) Outfits bspw. im Iran ausgepeitscht werden und im nächsten Folter-Gefängnis landen. Sie würden in Regionen, in denen die Muslimbruderschaft ihr Frauenbild propagiert, auf der Straße bespuckt und vergewaltigt werden. Auch viele muslimische Väter oder Brüder aus den islamischen Gegengesellschaften in Deutschland würden ihre Töchter bzw. Schwestern an einem warmen Herbsttag niemals so herumlaufen lassen. Mitunter müssten sie um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten, wenn sie sich dem widersetzen würden; es gäbe jedoch zumindest soziale Ächtung innerhalb des ultraorthodoxen islamischen Milieus. Frauen können hier bei uns so auf die Straße gehen, weil es hier Freiheit, Demokratie, Gleichberechtigung sowie generell ein modernes Frauenbild gibt. Diese Dinge sind aber auf der Welt keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Errungenschaft der Aufklärung.

Deshalb ist es einfach ein Verrat an diesen Werten, sich mit jenen hochproblematischen Teilnehmern von #unteilbar gemein zu machen bzw. diese sogar noch vor Kritik in Schutz zu nehmen, während man auf der anderen Seite nicht mal die AfD mit der Kneifzange anfassen würde. Ja, wir müssen uns wehren gegen Rassismus: aber erstens ist man kein Rassist, wenn man den Islam bzw. importierte verfassungsfeindliche Frauen- und Weltbilder kritisiert; und zweitens dürfen wir nicht blind sein gegenüber jenen importierten extremistischen Sichtweisen.

Wir haben in Deutschland große Probleme: wir haben kriminelle Clans, zig salafistische Gefährder, radikale Moscheen, Gegengesellschaften, und die größte rechtsextremistische Organisation in Deutschland ist nicht etwa die NPD, sondern es sind die Grauen Wölfe. Für all diese Leute sind die Teilnehmer der #unteilbar-Demo nichts Anderes als nützliche Idioten. Mit einem Ernie-und-Bert-Plakat, aufgemalt mit Edding auf der Pappe des Kartons vom Umzug in die ersten Studenten-Bude und dem Gefühl, einen Nachmittag lang auf der moralisch richtigen Seite gestanden zu haben, wird man diese Extremisten, für die wir alle nur dreckige Kuffar sind, jedenfalls nicht bekämpfen können – erst recht nicht, wenn man sich mit ihnen gemein macht.

 

 

P.S.: ich habe die Mädels unkenntlich gemacht, da ich sie nicht an den Pranger stellen möchte. (Foto: Netzfund.)

 

 

 

 

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